Augenheilkunde – Keratokonus
Die gleichmäßig geformte Hornhaut ist ein wichtiger Bestandteil der Abbildungsqualität des optischen Systems im Auge. Zeigt die Hornhaut bei einer strukturellen Schwäche eine irreguläre Vorwölbung sowie eine Ausdünnung, kann eine versteckte Erkrankung wie ein Keratokonus vorliegen. Hierbei kommt es zu Schwankungen und zu einer stetigen Abnahme der Sehschärfe trotz Korrektur mit Brillenglas oder Kontaktlinse. Weiterhin treten Lichtempfindlichkeit und Blendung sowie Wahrnehmung von Lichtringen um Lichtquellen (Halos) auf.Bei diese Erkrankung, die in Deutschland mit einer Häufigkeit von 1:2000 auftritt, kann es in manchen Fällen zu einer Hornhaut-Transplantation mit den damit verbundenen Risiken, wie z.B. Transplantatabstoßung, verlängerte Rehabilitation oder wiederholten Operationen kommen.
Eine einfache und risikoarme Behandlungsweise ist die Stabilisierung mittels CXL (Cornea Cross Linking) oder auch Quervernetzung der Hornhaut genannt. Hierbei wird die erkrankte und instabile Hornhaut in sich gefestigt. Bei erfolgreicher Behandlung kommt es zu einem Stillstand der Hornhautvorwölbung und Ausdünnung. Eine Hornhauttransplantation kann hierdurch verhindert werden.
Ein weiteres Verfahren um den Keratokonus zu behandeln und eine Hornhauttransplantation zu verhindern, ist das Einsetzen von INTACS (intracornealen Ringsegmenten) zur Stabilisierung der Hornhaut.
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